Jürgen Mitterers beruflicher und akademischer Werdegang vereint zwei Fachrichtungen, die auf den ersten Blick weit auseinanderliegen, sich in seiner Arbeit jedoch konsequent ergänzen. Seine technische Ausbildung zum Technischen Systemplaner sowie die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker für Stahl- und Metallbau bilden eine fundierte ingenieurtechnische Grundlage. Diese wird durch ein naturwissenschaftlich geprägtes Studium der Chemischen Biotechnologie am TUM Campus in Straubing ergänzt.
Die Verbindung dieser Qualifikationen ermöglicht ihm ein umfassendes, interdisziplinäres Verständnis bioverfahrenstechnischer Prozesse, bei dem er stets die wirtschaftliche und technologische Machbarkeit berücksichtigt. Während seines Masterstudiums konzentrierte er sich auf die Entwicklung eines neuartigen Elektrobioreaktors, der die Bereiche molekulare Biologie, Elektrochemie und Bioverfahrenstechnik vereint. Ziel dieser Arbeit war es, mithilfe einer Ölhefe aus CO₂ Fettsäuren zu synthetisieren.
Seit dem 15. Juni 2026 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Bioverfahrenstechnik (BVT) unter der Leitung von Professor Dr.-Ing. Zavrel tätig. Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf der Entwicklung und Validierung simulationsfähiger Katalysator- und Reaktormodelle unter Berücksichtigung von Kinetik, Stofftransport sowie dem Scale-up enzymatischer Prozesse.